Der Basler Pavillon, auch bekannt als Loggia Baseliana, ist ein temporärer Bau auf dem Dreispitzareal in Basel und ein Vorzeigeprojekt für ressourcenschonendes und zirkuläres Bauen. Der Pavillon wurde vom Architekturbüro isla im Rahmen der Architekturwoche Basel 2022 entworfen und fast ausschließlich mit wiederverwendeten Materialien gebaut. Alle Bauelemente - darunter Stahlprofile, Holzbohlen, Trapezbleche, Tonziegel und Kartonröhren - stammen aus regionalen Rückbauten und wurden von der Firma Zirkular gezielt gesammelt, katalogisiert und in die Planung einbezogen. Die Herkunft und die Gebrauchsspuren der Materialien bleiben sichtbar und werden zu einem Gestaltungselement, das an der Geschichte des Pavillons teilhat.
Das Gebäude besteht aus mehreren modularen Einheiten, die unter einem langen Satteldach zusammengefasst sind, das sich wie eine Art offene Veranda entlang der stillgelegten Bahngleise ausbreitet. Die lineare Struktur schafft klare Sichtachsen und öffnet sich gleichzeitig zum Stadtraum. Eine durchgehende Holzbank lädt zum Verweilen ein, während gezielte Öffnungen im Dach Tageslicht ins Innere bringen. Die Loggia fungiert als öffentlicher Ort - als Treffpunkt, Ausstellungsraum, Bühne oder Rückzugsort - und verbindet mühelos Funktionalität und Atmosphäre.
Der Basler Pavillon wurde in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern vorgefertigt und vor Ort aufgebaut. Dank seiner demontierbaren und wiederverwendbaren Konstruktion kann die gesamte Struktur an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Der Pavillon wird so zu einem Modellprojekt für zirkuläres Bauen im urbanen Kontext: lokal, temporär, ressourcenschonend - und dennoch designtechnisch präzise und einladend.