Das Projekt K.118 in Winterthur, ein Pionier der Wiederverwendung in der Schweiz, veranschaulicht einen radikalen Ansatz des zirkulären Bauens. Die Erweiterung eines bestehenden Lagerhauses basiert vollständig auf Materialien aus dem Rückbau und kehrt so den Planungsprozess um: Das Design passt sich den wiederverwendeten Elementen an.
Die Struktur der Halle besteht aus Stahlträgern, die aus einer alten Coop-Zentrale in Basel stammen. Die Aussentreppe und die Granitfassadenplatten, die zum Bodenbelag verarbeitet wurden, stammen aus Zürich. Isolierfenster und eine rote Blechverkleidung, die in Winterthur und Zürich gesammelt wurden, vervollständigen das Ensemble. Natürliche Materialien wie Holz, Stroh und Lehm wurden ebenfalls integriert, um ein optimales Raumklima bei minimalem Energieverbrauch zu gewährleisten.
Das Gebäude beherbergt zwölf Arbeitsräume, die um Gemeinschaftsküchen herum angeordnet und über einen Aufzug und eine Außentreppe erreichbar sind. Dank dieses Ansatzes wird der CO2-Fußabdruck des Projekts im Vergleich zu einem konventionellen Bau um 60 % reduziert. K.118 ist somit ein Vorzeigeprojekt in der Schweiz, das beweist, dass Wiederverwendung nicht mit Heimwerkerei gleichzusetzen ist, sondern mit einer effizienten und nachhaltigen Kreislaufarchitektur.