Der Recyclinghof Juch-Areal in Zürich-Altstetten, der von Graber Pulver Architektur in Zusammenarbeit mit der Zirkular GmbH und manoa Landschaftsarchitekten entworfen wurde, ist ein wegweisendes Beispiel für ressourcenschonendes Bauen im öffentlichen Sektor. Das Projekt zielt darauf ab, die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft direkt in die Architektur zu integrieren, wobei sowohl die funktionalen als auch die ästhetischen Qualitäten erhalten bleiben sollen.
Die Wiederverwendung bestehender Bauelemente steht im Mittelpunkt des Entwurfs. Eine bestehende Hallenkonstruktion wird nahezu unverändert an den neuen Standort verlegt und dort durch weitere wiederverwendete Elemente ergänzt. Dazu gehören beispielsweise gebrauchte Stahlbetonplatten, die sowohl für den Hallenboden als auch für das Betriebsgebäude verwendet werden. Durch diesen Ansatz werden die CO₂-Emissionen deutlich reduziert: Im Vergleich zu einem konventionellen Neubau werden fast 600 Tonnen CO₂ eingespart, was einer Reduzierung von mehr als 40 % entspricht.
Neben der strukturellen Wiederverwendung legt das Projekt auch Wert auf ökologische Nachhaltigkeit. Ein vertikaler Pflanzenfilter verbessert die Luftqualität und trägt zur Biodiversität bei. Darüber hinaus wird das Gelände mit regional angepassten Bäumen bepflanzt, die zuvor als "Ware" in Baumschulen galten. Das Projekt gibt diesen Bäumen eine neue Chance und trägt zur Begrünung des städtischen Raums bei.
Das Design des Recyclingzentrums spiegelt die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft wider.