"Der ursprüngliche Bauherr hatte das Wohn- und Geschäftshaus
bewusst als "Grand Bazar" konzipieren lassen, in Anlehnung an den 1903 fertiggestellten "Concordiahof" in der Rosenstraße 2.
. Es sollte eine Atmosphäre ausstrahlen, wie sie um die Jahrhundertwende auf
Paris herrschte. Gesimse, Pilaster, Fenster und Balkone vor den Zimmern sind Merkmale einer
repräsentativen Gestaltungssprache. Ein künstlerischer Umgang mit Materialien drückt sich bis heute
in den Sandsteinverzierungen sowie in den hochwertigen Spengler- und Metallbauarbeiten aus.
Aber auch im Inneren sind originale Jugendstil-Blumenmuster, Gipsarbeiten und Malereien erhalten. Anspruchsvolle Schreinerarbeiten mit originalen Holzböden zeugen von der soliden handwerklichen Arbeit dieser Epoche. In der Wohnung im dritten Stock werden diese Elemente restauriert und mit viel Liebe zum Detail behandelt. Zeitgenössische Wohnelemente werden mit Sorgfalt und Umsicht neu arrangiert und verleihen diesem schützenswerten Objekt so den Respekt, den es verdient".
Interlaken